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Rechtsanwalt.
Vergaberecht.
Hannover.
In Hannover ansässig, bundesweit tätig.

0511 - 850 33 88

Vergabebegleitende Beratung für öffentliche Auftraggeber, Zuwendungsempfänger und Konzessionen

Wir beraten öffentliche Auftraggeber, Bewerber und Bieter bei der Beschaffung von Bauleistungen, sowie Lieferleistungen und Dienstleistungen gemäß den Verfahrensordnungen von VOB/A, KonzVgV, VSVgV, SektVO und VgV.

Mehr als 21 Jahre Fachkompetenz und Erfahrung auf dem Rechtsgebiet Vergaberecht, verschaffen unserem Team den Vorsprung, der der oft das Zünglein an der Waage bedeutet.
Enge zeitliche Vorgaben, ohne langwierige Vorbereitungszeiten erfordern nicht nur richtiges sondern auch zeitnahes Reagieren denn gerade auf diesem Rechtsgebiet sind dem Ablauf mit seinen kurzen Fristen oft enge juristische Grenzen gesteckt.

Themenschwerpunkte der vergaberechtlichen Tätigkeit unserer hannoverschen Kanzlei bilden die Bereiche Planung und Projektsteuerung, Energie und Verkehr, Postdienstleistungen, IT-Vergaben und Kommunalbedarf, Krankenhausleistungen sowie sämtliche Vergabeverfahren, bezogen auf alle Gegenstände (Bauleistungen, Planungsleistungen, Dienstleistungen usw.) und alle Branchen des deutschen und europäischen Vergaberechts.

Insbesondere im Bereich Bau- und Planungsleistungen verfügen wir aufgrund unserer spezialisierten Tätigkeit auch im Bereich Bau- und Architektenrecht über übergreifende Kenntnisse die sich bis in den Alltag auf der Baustelle hinein erstrecken.

Auftraggeber begleiten wir von der Vorbereitung der Ausschreibung (inkl. Ausarbeitung von Vergabekonzeptionen und Vergabeunterlagen) bis zur vergaberechtliche Begleitung bei der Auswahl geeigneter Bieter.
Zu den infrage kommenden Bietern verfassen wir eine rechtliche Angebotsbewertung, begleiten bei Rechtsstreitigkeiten unsere Mandanten in außergerichtlichen Prozessen und vertreten sie in streitigen Verfahren vor Vergabekammern und Gerichten auf Antragsteller- oder Antragsgegnerseite bzw. als Kläger oder Beklagte.

Bieter profitieren von unserer Erfahrung in der Angebotserstellung, dem Erkennen von vergaberechtlichen Verstößen sowie Rügennotwendigkeit im Nachprüfungsverfahren.
Juristische Beratung bei Vertragsabwicklung oder bei Abwehr oder geltendmachen von Schadensersatzansprüchen komplettieren unser Leistungsportfolio im Bereich Vergaberecht für Bieter.

Wir lieben Vergaberecht

Vergaberecht für öffentliche Auftraggeber, Vergabestellen, Bewerber und Bieter

Unabhängig davon, in welchem Wirtschaftssektor ein Unternehmen tätig ist:

Wo Wirtschaft ist, soll Wettbewerb sein!

Wettbewerb bedarf sowohl aus haushaltsrechtlicher Sicht als auch zur Gleichbehandlung der Bieter klarer Regularien. Ob GWG, VGV, SektVO, VOB/A oder UVGO - wir beherrschen die Regeln des Vergabeverfahrens und kennen die unterschiedlichen Interessen von Auftraggebern und Bietern.

Unsere Rechtsanwaltskanzlei für Vergaberecht und vergabebegleitende Beratung bietet Auftraggebern und Auftragnehmern juristische Dienstleistungen, unter Berücksichtigung sowohl nationaler als auch EU-weiter Vorgaben im Bereich e-Vergabe.

Unbeschränkte Ausschreibung, öffentliche Vergabe, beschränkte Vergabe, mit Teilnahmewettbewerb oder ohne, Verhandlungsverfahren - wir finden den richtigen Weg.

Unsere Aufgabe beginnt idealerweise bei der gemeinsamen Ausarbeitung des Leistungsverzeichnisses bzw. der Leistungsbeschreibung. Was ist der Auftragsgegenstand und was ist dafür erforderlich? Nur, wenn diese Frage sauber beantwortet wird, kann die richtige und geeignete Vergabeart gewählt werden. Welche sind die -wirklich erforderlichen!- Eignungskriterien und Zuschlagskriterien? Wer hier das Vergabeverfahren sinnvoll vorbereitet, schützt sich bereits in dieser frühen Phase vor Rügen und Nachprüfungsverfahren.

Wurde doch einmal etwas übersehen oder ergeben sich neue Erkenntnisse, ist häufig keine vollständige Aufhebung erforderlich, sondern eine Rückversetzung des Vergabeverfahrens ausreichend - aber eben auch sinnvoll.

Informationspflichten, Rügefristen, Verfahren vor der Vergabekammer oder im Bereich der Unterschwellenvergabe vor den ordentlichen Gerichten - unsere Rechtsanwaltskanzlei für Vergaberecht bietet öffentlichen Auftraggebern und Bietern professionelle und praxisbewährte Unterstützung.

Die 4 Wertungsstufen in der Vergabe bzw. im Vergaberecht

Nach Eingang der Angebote erfolgt die Prüfung und Wertung der Angebote in vier Stufen.

#1 – Prüfung, ob die Angebotsunterlagen vollständig und entsprechend den Anforderungen der Ausschreibung eingegangen sind

#2 – Prüfung der Eignung anhand der bereits in der Auftragsbekanntmachung mitgeteilten Eignungskriterien

#3 – Prüfung auf Angemessenheit der Preise

#4 – Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots anhand der ebenfalls bereits in der Auftragsbekanntmachung mitgeteilten Zuschlagskriterien.

Die Wertungsstufen müssen getrennt voneinander geprüft werden. Eine Vermischung bzw. wiederholte Bewertung von Kriterien ist nur in äußerst engen Grenzen, im Zweifel nicht zulässig

Insbesondere darf auf der vierten Stufe nicht erneut die Eignung des Bieters berücksichtigt werden. Hierzu hat allerdings jüngst die Vergabekammer Baden-Württemberg beschlossen, dass bei der Prüfung der Angebote kein allgemeines Doppelverwertungsverbot besteht. Referenzen können daher sowohl bei der Eignung des Bieters als auch als Anknüpfungspunkt zur Bewertung der Qualität der Leistung bei den Zuschlagskriterien berücksichtigt werden.

(K Baden-Württemberg, Beschluss vom 12.11.2019 - 1 VK 62/19)

SOFORTKONTAKT

Wir sind für Sie da – rufen Sie uns an.
Termine können wir in Eilfällen in der Regel innerhalb von 24 Stunden anbieten.

Unsere Tätigkeit im Vergaberecht

Als renommierte Rechtsanwaltskanzlei für Vergaberecht unterstützen wir Sie mit juristischem Rat in sämtlichen Bereichen des Vergaberechts:

  • Vergabemanagement
  • Juristische Prüfung ob eine Ausschreibungspflicht besteht
  • Vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten bei ausschreibungsfreien Beschaffungsvorgängen
  • Individuelle Verhandlungsverfahren
  • Gestaltung und Optimierung von Ausschreibungsverfahren
  • Abschätzung juristischer Möglichkeiten bei Vergabeverstößen
  • Juristische Beratung von Bieter während des Vergabeverfahrens
  • Vorbereitung und Gestaltung von Ausschreibungsvorbereitungen und vertragliche Gestaltung
  • Juristische Vertretung bei Nachprüfungs- und Beschwerdeverfahren
  • Geltendmachung und Abwehr von Schadensersatzansprüchen (gerichtlich, außergerichtlich)
  • Erstellung sämtlicher Ausschreibungsunterlagen sowie der Verträge
  • Verfassen von Verträgen und Vertragsklauseln
  • Rechtssichere Verfahrensdokumentation
  • Ausarbeitung von Ausschreibungsangeboten
  • Ausarbeitung von Vergabeleitfäden
  • Beurteilung von Auschreibungsangeboten
  • Durchführung von Vergabeverfahren, sowohl auf Bieterseite, als auch auf Auftragnehmerseite
  • Begleitung bei Ausschreibungs-Verhandlungen
  • Erstellung von Leistungsbeschreibungen
  • Projektbegleitende Unterstützung im Vergabeverfahreen
  • Abwehr von Rückforderungsansprüchen von Fördermitteln
  • Prüfung von Ausschreibungsunterlagen
  • Entwurf von Rahmenverträgen und Rahmenvereinbarungen

Häufig gestellte Fragen zum Vergaberecht (FAQ)

Was ist ein "öffentlicher Auftrag" - was gilt es zu beachten?

Wer "öffentlicher Auftraggeber"ist, regelt in der Theorie § 98 GWB.

In der Praxis jedoch ist die Abgrenzung zwischen öffentlichem und nicht-öffentlichem (privaten) Auftraggeber alles andere als eindeutig.
Es gilt daher, anhand der in der Vergangenheit von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien, öffentliche Auftraggeberpflicht für jeden Einzelfall zu überprüfen.

Zu den zweifelsfrei "öffentlichen Auftraggebern" gehören neben den klassischen Vertretern wie Bund, Länder und Gemeinden, gemäß vergangener Rechtsprechung auch Rechtskonstrukte, welche extra geschaffen wurden zum Zwecke, Aufgaben der öffentlichen Hand wahrzunehmen.

Öffentliche Auftraggeber in Ausschreibungsverfahren unterliegen strengen Formvorschriften und Fristen. Bei deren Nichtbeachtung oder Versäumnis ist der Auftragnehmer in spe aus dem Vergabeverfahren auszuscheiden.

Ausschreibungen von privaten Unternehmen hingegen, unterliegen keinerlei Ausschreibungs- oder Vergabepflichten.

Doch Achtung!
Aufgrund von Förderrichtlinien im Bundesvergabegesetz, werden immer öfter auch private Auftraggeber zu Ausschreibungen verpflichtet!

Was tun bei Fehlern in der Ausschreibung?

Bei Fehlern in der Ausschreibung neigen Vergabestellen dazu, die Ausschreibung aufzuheben oder nach dem Prinzip "Augen zu und durch zu verfahren". Die Möglichkeit, zurück zu versetzen wird dabei häufig übersehen. Wir besprechen mit Ihnen die Möglichkeiten.

Aus Bietersicht ist der Ausschreibungsfehler, z.B. eine Unklarheit in der Leistungsbeschreibung, zu rügen. Im Oberschwellenbereich besteht außerdem der Weg vor die Vergabekammer. Auch im Unterschwellenbereich sind Bieter nicht mehr rechtelos: Verfahren vor den Zivilgerichten und Einstweilige Verfügungsverfahren wahren Ihre Rechte.

Nach Zuschlagserteilung kann gegebenenfalls nicht nur der Aufwand, sondern auch der entgangene Gewinn als Schaden im Wege des Schadensersatzes geltend gemacht werden. Wir unterstützen Sie dabei.

Wer darf an einer Ausschreibung teilnehmen?

Teilnahmeberechtigt an Ausschreibungen sind grundsätzlich alle Unternehmen, die über die benötigte Qualifikation verfügen den Auftrag zu erfüllen.

Diese Befugnis zur Leistungserbringung bezieht sich zum Einen auf Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit (ein 2-Mann Unternehmen wird kaum den Zuschlag zum Bau eines Rathauses bekommen).
Doch auch eher den "Soft-Skills" zuzurechnende Eigenschaften fliessen in die Entscheidung ein. Dies können z.B. sein: Auszug aus Strafregister, Gewerbeberechtigung, Referenzen u.v.m.

Was ist bei der Angebotserstellung zu beachten?

Wie bereits erwähnt, unterliegen Ausschreibungen streng reglementierten Vergabeverfahren.
Freiräume für Kreativität, z.B. in Form von Ergänzungen, Verbesserungsvorschlägen oder wegstreichen von Ausschreibungsbestandteilen sind im Vergaberecht nicht vorgesehen.

Auch fehlende Unterlagen oder nicht vorhandene Auspreisungen stellen im Sinne des Vergaberechts unbehebbare Mängel dar, welche von der ausschreibenden Instanz mit dem sofortigen Ausscheiden des Bewerbers aus dem Verfahren zu ahnden ist.
Nicht weil man es möchte, sondern weil zur Abwehr von Regress- und Schadensersatzansprüchen ausgeschiedener Mitbieter so gehandelt werden muss.

Welche Frist ist im Vergaberecht einzuhalten?

Das Vergaberecht kennt eine Reihe Fristen, die es (wie sich nach dem Studium der vorangegangenen FQAs bereits erahnen lässt) penibelst einzuhalten gilt.

Als wichtigste Fristen welche ein Bieter verinnerlicht haben sollte, lassen sich nennen:

  • • Angebotsfrist
  • • Teilnahmefrist
  • • Zuschlagsfrist
  • • Bindefrist
  • • Stillhaltefrist
  • • Rügefrist

Mit einer Fristversäumnis, egal in welchem Ausschreibungsbereich, geht nahezu in sämtlichen Fällen der Verlust der Möglichkeit einher, gegen eine gesondert anfechtbare Entscheidung des Auftraggebers vorzugehen.

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