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Fachanwaltskanzlei.
Baurecht.
Tiny-Houses.
In Hannover ansässig, bundesweit tätig.

0511 - 850 33 88

Flexibel und unabhängig - mit einem Tiny House (auch genannt: THoW = Tiny-House-on-Wheels).

Sein eigenes Haus mitnehmen und sich niederlassen wo immer Platz ist.
Doch vorsicht! Anders als z.B. in den USA gilt auch für diese Art des Wohnens das Baurecht.
WEISE-Rechtsanwälte sagt Ihnen worauf es ankommt.

Der Traum vom eigenen Haus. Wer hat ihn nicht irgendwann?

Doch hohe Baukosten und jahrzehntelange Tilgungsraten machen diesen Traum für immer mehr Normalverdiener unerschwinglich. Dazu kommt noch die örtliche Gebundenheit. In einer Zeit, in der von Arbeitnehmern zunehmende Flexibilität verlangt wird, ein Manko.

Sie möchten einen Beratungstermin vereinbaren in unserer Fach­anwalts­kanzlei für Bau- und Architekten­recht in Hannover ?

Bei juristischen Fragen zum Thema Baurecht für Fachplaner, stehen wir Ihnen gern zur Seite.

Terminvereinbarungen können Sie anfordern, während unserer Bürozeiten:

Montag bis Donnerstag: 08:00 bis 17:00 Uhr
Freitag: 08:00 bis 15:00 Uhr

unter der Telefonnummer 0511-850 33 88 oder jederzeit per eMail unter kanzlei@weise-anwaelte.de.

Tiny-Houses Grundlagen & Genehmigungen:
was ist erlaubt, was ist verboten?

Unerheblich, ob Bürohochhaus oder Tiny-House: für alles was in Deutschland in die Kategorien "Bauen" oder "Aufstellen" fällt, gilt hierzulande das Baurecht und erfordert eine entsprechende Baugenehmigung.

Was liegt also näher, als sein Mini-Eigenheim einfach auf einen Trailer oder Anhänger zu montieren und als Wohnwagen zu nutzen?

Wer die deutsche Rechtsprechung kennt weiss, dass die Lösung so einfach nicht sein kann. Und tatsächlich:
anders als im Ursprungsland der Tiny-House Bewegung, den USA, wo alles was auf Rädern steht als Wohnmobil gilt, sieht sich besonders derjenige, der sein "Mobilheim" nicht nur gelegentlich bewohnt, sondern zum festen Wohnsitz machen will, rasch mit ungewohnten rechtlichen Schwierigkeiten konfrontiert.

Im Nachfolgenden gehen wir auf die wichtigsten Punkte ein, die Wohneigentümer zur Erteilung einer Baugenehmigung für ein Containerhaus beachten müssen.

Tiny-House Definition: Gebäude, Fahrzeug oder Ladung?

Gebäude - sobald ein Minihaus auf einem Grundstück in irgendeiner Form (vorübergehend oder permanent) bewohnt wird, gilt es als Gebäude der Gebäudeklasse 1 und benötigt eine Baugenehmigung. Dabei ist es unerheblich, ob das Domizil auf Rädern steht oder einem Fundament.

Fahrzeug - sobald das Tiny-House fest mit einem Auflieger oder Anhänbger verbunden ist, gilt es als Wohnwagen und benötigt eine Strassenzulassung.

Ladung - soll das Haus als Ladung gelten, so schreibt der Gesetzgeber vor, dass dieses sich auf einem Trailer, Auflieger oder Tieflader befindet und sich von dort ohne die Zuhilfenahme von Werkzeug abheben lässt.

Was ist erlaubt, was ist verboten?

Unerheblich, ob Bürohochhaus oder Tiny-House: für alles was in Deutschland in die Kategorien "Bauen" oder "Aufstellen" fällt, gilt hierzulande das Baurecht und erfordert eine entsprechende Baugenehmigung.

Was liegt also näher, als sein Mini-Eigenheim einfach auf einen Trailer oder Anhänger zu montieren und als Wohnwagen zu nutzen?

Wer die deutsche Rechtsprechung kennt weiss, dass die Lösung so einfach nicht sein kann. Und tatsächlich:
anders als im Ursprungsland der Tiny-House Bewegung, den USA, wo alles was auf Rädern steht als Wohnmobil gilt, sieht sich besonders derjenige, der sein "Mobilheim" nicht nur gelegentlich bewohnt, sondern zum festen Wohnsitz machen will, rasch mit ungewohnten rechtlichen Schwierigkeiten konfrontiert.

Die Art der Nutzung bestimmt wo man ein Tiny-House aufstellen kann

Dauerhaftes Wohnen - benötigt wird zunächst einmal ein Grundstück, dass für die bauliche Nutzung zum Wohnen zugelassen ist.

Je nach Art der Zulassung der baulichen Nutzung eines Gebietes (z.B.Wohngebiet, Mischgebiet, Kerngebiet, Kleinsiedlungsgebiet, Gebiet zur Erhaltung und Entwicklung der Wohnnutzung, Dorfgebiet oder Sondergebiet) stellen örtliche Bebauungspläne und Ortsgestaltungssatzungen, unterschiedliche Ansprüche an den Eigenheimbesitzer.

Zudem muss das neue Siedlungsgebiet erschlossen sein, muss also für die Erteilung einer Hausnummer angeschlossen sein an das öffentliche Strassen- und Wegenetz. Zudem muss die Versorgung mit Wasser, Abwasser und Strom gesichert sein mittels Anschluss an das Versorgungs- und Entsorgungsnetz.

Ist all dies geregelt, steht einer sorgenfreien Zukunft in den eigenen 4 Wänden nichts mehr im Wege? Mitnichten. Denn nun entscheidet die Landesbauordnung (und der juristisch bewanderte Bauherr weiss, dass es davon mehr als eine gibt) darüber, ob und wenn ja, in welcher Form das Mini-Haus genehmigungspflichtig ist.

Dazu gibt es 3 Möglichkeiten:

1) Der Bau ist verfahrensfrei
2) Der Bau ist genehmigungspflichtig
3) Der Bau benötigt ein vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren

Allen Verfahren ist gemeinsam, dass laut Landesbauordnung für Wohnungen bestimmte Voraussetzungen für ein dauerhaftes Wohnen, erfüllt werden:

• Besteht das Tiny-House überwiegend aus Holz, kann der Einbau einer Blitzschutzanlage vorgeschrieben werden.
• Küche & Bad müssen vorhanden sein
• Bad & Toilette müssen Fenster haben oder über eine alternative Lüftung verfügen
• Deckenhöhe für Aufenthaltsräume mindesten 2,40 Meter
• Errichtung von Treppen und Fluchtwegen laut Landesbauverordnung

Tiny-House als Wochenendhaus oder Ferienhaus

Für diejenigen, die Ihr Minihaus lediglich von Zeit zu Zeit bewohnen wollen bietet sich als Standort ein Sondergebiet an, das zur Erholung ausgewiesen wurde. Bebaungspläne und Gestaltungssatzungen sind dort toleranter und oftmals ist der "Bau" in diesen Gebieten gänzlich verfahrens- und genehmigungsfrei, sofern die überbaute Fläche nicht mehr als 50qm beträgt.

Obwohl das Grundstück auch in diesem Fall erschlossen sein muss, ist die Nutzung als Hauptwohnsitz nicht gestattet.

Ausnahme: der Bebauungsplan der Gemeinde lässt eine Wohnnutzung ausdrücklich zu.
Bei dieser Variante ist zusätzlich die Energieeinsparverordnung (EnEV) beim Bau einzuhalten.



Tiny-House Nutzung als Wohnwagen

Wohnwagen, egal welcher Grösse, fallen nicht unter das Baurecht. So auch Tiny-Hoses, die in diesem Falle als Fahrzeuge gelten.

Wie alle Fahrzeuge ohne TÜV und KFZ-Versicherung, ist damit auch das Abstellen auf öffentlichen Flächen (Strassenverkehr) untersagt. Besitzer eines Minihauses benötigen somit also entweder ein Privatgrundstück oder einen Stellplatz der dafür ausgewiesen ist, beispielsweise einen Campingplatz.



Wenn das Tiny-House autark ist

Soll das Tiny-Haus vollkommen autark genutzt werden (Anschluss an das Stromnetz, Wasser- und Abwasserversorgung, Verkehrswegeanbindung), so kann dies nur geschehen über ein erschlossenes (oder erschliessbares) Grundstück.

In Ausnahmefällen besteht zwar die Möglichkeit, sich von einem Anschlusszwang befreien zu lassen, allerdings ist dieser Weg kompliziert und mitunter langwierig.

Als Beispiel sei hier genannt die Selbstversorgung mit Strom mittels (teilweise genehmigungspflichtigen) Photovoltaik- oder Kleinwindkratftanlagen.
Doch auch eine erteilte Genemigung ist keine Garantie für einen baldigen Einzug in das neue Heim denn das letzte Wort spricht auch in diesem Falle die stets einzuhaltende Ortsgestaltungssatzung.

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